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Was ist die gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg?


Marshall B. Rosenberg war ein Psychologe, den die Eindrücke seiner Kindheit noch lange beschäftigt haben. In den USA der 1940er Jahre erlebte er Ausgrenzung wegen seiner jüdischen Herkunft und Konflikte zwischen anderen Jugendlichen. Sie führten die Streitereien mit teils harten Worten, doch für Rosenberg war noch etwas auffällig: 

Die oft sehr wertende und verurteilende Art der Kommunikation. Diese heizte die Auseinandersetzungen seiner Meinung nach mindestens genauso stark an wie der Streitpunkt selbst.

Später sammelte er diese Beobachtungen in seinem Konzept der gewaltfreien Kommunikation. Es soll Konfliktsituationen in allen Lebensbereichen besser gestalten – egal, ob in der Familie, in der Politik oder auf dem Pausenhof. 

Hierfür hat Rosenberg sich 4 Grundpfeiler überlegt. Sie helfen uns, unsere Emotionen und Bedürfnisse deutlich zur Sprache zu bringen und konstruktiv an einer Lösung zu arbeiten. Wir erklären dir hier genau, worauf es bei der gewaltfreien Kommunikation ankommt und wie du sie am besten anwendest.


Die 4 Schritte der gewaltfreien Kommunikation


1. Schritt: Beobachtung

Zunächst beschreibst du deinem Gegenüber die Situation. Sprich aus, welche Eindrücke du gerade wahrnimmst. In diesem 1. Schritt bleibst du allerdings so wertfrei wie möglich. Versuche Fakten zu formulieren und noch nicht zu interpretieren.


2. Schritt: Gefühl

Mach dir nun bewusst, welche Gefühle die Situation bei dir auslöst. Erkläre der anderen Person, welche Emotionen dir durch den Kopf gehen. Bist du traurig, wütend, verwundert, überfordert? Versuche, so klar wie möglich auszudrücken, was in dir emotional angestoßen wurde.


3. Schritt: Bedürfnis

Um in eurem Konflikt voranzukommen, ist dieser Punkt besonders wichtig. Welches Bedürfnis hast du aufgrund der Situation und deiner Gefühle? Was sollte sich ändern, damit es dir besser geht damit? Was brauchst du im Moment?


4. Schritt: Bitte

Hast du dein Bedürfnis klar ausgedrückt, füge noch eine Bitte hinzu. Fordere dein Gegenüber noch einmal auf, sich in Zukunft anders zu verhalten – unmissverständlich, aber höflich. So betonst du, was dir in Situationen wie dieser besonders wichtig ist. 

©2026 evelynewernli.ch. 

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